Die Gründerin der Hamburger Öko-Wochenmärkte, Anne Faika, ist bis heute von ihrer Idee begeistert: „Wenn es keine Öko-Wochenmärkte gäbe, müsste man sie erfinden.“ Sie hat mit viel Engagement die politischen und behördlichen Wege für jeden einzelnen Öko-Wochenmarkt in Hamburg geebnet.

Angefangen hat alles 1986: In Tschernobyl setzte einer der schwersten Atomunfälle gewaltige Mengen Radioaktivität frei. Anne Faika, damals junge Mutter von zwei kleinen Kindern, wurde nachdenklich – und handelte: „Um meinen Kindern trotz alledem das Beste zu geben, kauften wir fortan bei der Biohöfegemeinschaft ‚Kehdinger Land‘ ein. Einmal in der Woche, wenn der Bio-Bauer kam und seine Ware anlieferte, verwandelte sich meine Küche in ein Schlachtfeld, weil ich die Lebensmittel für fünf Familien auseinanderpacken musste. Irgendwann dachte ich: Einen Öko-Wochenmarkt in der Nähe zu haben, mit sämtlichen Produkten des täglichen Bedarfs – das wär´s.“ 1990 startete sie den ersten Markt in Hamburg-Nienstedten. Sechs Biobetriebe ließen sich auf das Experiment ein, einen Markt mit ausschließlich Bio-Lebensmitteln zu gründen, von diesen sind heute noch die Effenberger Vollkornbäckerei und Bioland Frischfleisch Fricke dabei. Der Erfolg war unerwartet groß.

Heute versorgt der Öko-Wochenmarkt Hamburg mit zwölf Märkten in zehn Stadtteilen. Regionale, frische und individuelle Bioprodukte direkt vom Erzeuger, dieser ganz persönliche Einkaufswunsch war und ist Anne Faikas größte Antriebskraft, die Öko-Wochenmärkte zu organisieren. Denn es geht ihr um „Lebensqualität im umfassenden Sinne” und damit auch um den Respekt vor Mensch, Natur und den Tieren. Dafür sucht sie jeden Betrieb mit Sorgfalt aus, um nicht nur Bio, sondern eine besondere Qualität auf dem Öko-Wochenmarkt Hamburg bieten zu können.

Für ihr Engagement wurde sie mit dem Hanse-Umwelt Preis 2005 vom Naturschutzbund NABU und der Firma Globetrotter ausgezeichnet.

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