Ein stolzer Hahn mit seinen Hennen beim Kräuterpicken auf dem Lohmannshof

 

 

 

Wer (nicht nur) zu Ostern verlässliche Quellen für Eier von artgerecht gehaltenen Hühnern sucht, wird beim Öko-Wochenmarkt & Regionales fündig. Die Anbieter auf den zwölf Märkten in zehn Stadtteilen erzeugen sie entweder selbst oder kennen ihre bäuerlichen Produzenten aus der Region persönlich, die alle nach hohen ökologischen und ethischen Standards wirtschaften.

Beispiel Lohmannshof: Auf dem Bauernhof im Dorf Westen an der Aller wird das Hühnerwohl noch groß geschrieben. Auf der weitläufigen Streuobstwiese laufen, scharren und picken die braunen Hennen, in Gruppen begleitet von durchs Gras schreitenden Hähnen. Diese tragen zwar nicht direkt zur Produktion bei, aber „sie stärken das Sozialgefüge der Gruppen“, weiß Corbi Schöfinius, der seit August 2012 mit den Produkten des Hofes auf den Öko-Wochenmärkten steht. Der stroheingestreute Stall ist lichtdurchflutet, nachts schlafen die Hühner artgerecht auf erhöht angebrachten Sitzstangen. Die Eier werden in Familiennester gelegt und täglich eingesammelt. Zum Stall gehört ein Wintergarten, der die Tiere vor Regen schützt und in dem sie flattern und scharren können. Die Hühner des Bioland-Betriebs erhalten ausschließlich biologisch erzeugtes Futter. Zusätzlich werden in Stall und Wintergarten ganze Körner ausgestreut, damit die Tiere wesensgerechte Beschäftigung haben. Auf der Wiese picken sie dazu Gras und Kräuter, Insekten und Würmer.

Durch dieses vielfältige Angebot können die Hühner ihren individuellen Vorlieben frönen: Manche sind Grünzeugliebhaber, andere bevorzugen die angebotene Körnermischung oder selbstgefundenes tierisches Eiweiß. Auf diese Weise gleicht kein Ei dem anderen. Viel chlorophyllhaltige Nahrung sorgt für natürlich goldgelbe Dotter und herzhaften Geschmack. Und gesund sind sie auch: Bei Hühnern aus Freilandhaltung wurde ein besonders hoher Anteil von 300–700 mg Omega-3-Fettsäuren im Dotter festgestellt.

Der Öko-Wochenmarkt & Regionales steht hinter einer bäuerlichen Landwirtschaft und seine Erzeuger tun aus eigener Überzeugung oft mehr als von den bereits strengen Richtlinien der Bioverbände vorgeschrieben wird. Die Anbieter suchen auch ihre Zulieferer sorgfältig aus und können zu jedem Ei über Herkunft und Produktionsbedingungen Auskunft geben. Alle Partnerbetriebe gehören den Bio-Anbauverbänden Bioland oder Demeter an und sind im nahen Umland in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen angesiedelt. Ein verantwortlicher Umgang mit der Erde und den Tieren ist die Basis ihres Selbstverständnisses. So werden auch in Zeiten der größten Nachfrage nur Eier aus guter Hühnerhaltung über den Markttresen gehen.

nach oben