Die Großdemonstration gegen die zerstörerische Agrarindustrie anlässlich der Grünen Woche in Berlin war ein eindrucksvolles Votum für die Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft, einen ökologischen Umgang mit der Erde und Respekt vor den Tieren – quer durch die Bevölkerung.

Vom Startpunkt Hauptbahnhof Berlin aus bewegte sich ein bunter Tross von 23.000 Menschen allen Alters, vom Kleinkind bis zur Oma, den Spreebogen entlang bis zum Washingtonplatz, wo in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bundestag und Kanzleramt die Demonstranten auf kreativste Weise ihren Unmut über die aktuellen Missstände kundtaten. Die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, auf der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die Landwirtschaftsminister aus 60 Ländern empfing, bot den Rahmen und die richtigen Adressaten für die Forderungen an eine Agrarpolitik, deren Aufgabe es ist, die Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen zu regenerieren und zu erhalten.

Bei aller Vehemenz in der Sache wurde der Protest auch mit Humor und kessen Sprüchen vorgetragen, etliche Kühe, Schweine und Hühner auf zwei Beinen gaben den tierischen Betroffenen ein Gesicht. Viele Gruppen aus der ganzen Bundesrepublik machten auf konkrete Fehlentwicklungen in ihrer Region aufmerksam.

Der Öko-Wochenmarkt vertrat auf der Demo mit 13 Menschen seine Kernforderungen, hinter denen alle unsere Anbieter stehen:


Wir reisten zusammen mit der BUND Kreisgruppe Pinneberg als Gruppe von rund hundert Demonstranten nach Berlin. Der Wettergott stellte unsere Beharrlichkeit auf die Probe – aber von trüber Laune war bei dem bunten und engagierten Treiben keine Spur. Eine logistische Meisterleistung der Organisatoren war die Verköstigung der Demonstrantenschar mit einem leckeren Eintopf aus Bio-Zutaten.

Das Ereignis machte deutlich: Der Protest über die Missstände und das Bewusstsein über die Notwendigkeiten ist mitten in der Bevölkerung angekommen. Nun wird es auch für die Politik höchste Zeit zu handeln.

In jeder Hinsicht gestärkt und ermutigt ging es am Nachmittag wieder in die heimische Region. Uns allen ist dabei klar – wir müssen weiter am Ball bleiben, bis unsere Kernziele realisiert sind: "Lebendige Erde – gesunde Tiere – starke Regionen".

Zur nächsten Grünen Woche in 2013 sind wir wieder dabei. Kommen Sie mit?