Bestes Gemüse und Obst, das vor Hamburgs Haustür wächst, in Demeter-Qualität ist die Spezialität von Peter Bielefeldt, der eng mit der Gärtnerei Sannmann kooperiert. Fleisch, Käse, Wurst und Backwaren, alles ebenfalls in ökologischer Spitzenqualität, bereichern sein Angebot.

Der Bio-Gemüsehändler aus Überzeugung ist seit 1999 im Geschäft mit ökologischen Lebensmitteln. Aufgewachsen mit der Ökobewegung macht er bei seinem Anspruch keine Abstriche. Wo Bio draufsteht, ist für ihn noch längst nicht gute Qualität drin. „Es gibt zur Zeit eine Entwicklung zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Biobranche“, bemerkt er. Die Kriterien, die Bioangebote im Supermarkt auf Basis der EU-Standards erfüllen müssten, würden immer weiter verwässert. Deshalb hat sich Peter Bielefeldt entschieden, nur Verbandsware anzubieten, und zwar in erster Linie von Demeter. Dieser Bio-Anbauverband verfolgt ein Konzept, das ökologische Bodenbewirtschaftung, geistige und soziale Aspekte integriert. 

Der soziale Aspekt spielt auch für Peter eine wesentliche Rolle: „Wir müssen Menschen aus der Dritten Welt die Chance geben, hier Absatzmärkte zu finden und ihre Produkte zu verkaufen.“ Das „Fair-Trade“-Label ist vielen Kunden schon seit den 70er Jahren ein Begriff. Nur wird von manchen immer noch übersehen, dass es sich dabei nicht unbedingt um Bioware handeln muss. Mit dem Kauf der Bananen bei Bielefeldt kann der Kunde sicher sein, dass mit deren Anbau auch die Erde geschont und belebt wurde.

Der Überzeugungstäter war früher beruflich Spediteur, „das brachte mir aber schließlich keinen Spaß mehr und ich wollte etwas Sinnvolles machen.“ So betrieb er zunächst einen Naturkostladen im Schanzenviertel, ehe er als selbständiger Vermarktungspartner der Demeter-Gärtnerei Sannmann auf die Märkte ging. An die frühen Tage der Ökobewegung erinnert er sich mit Schmunzeln: „In den 80er Jahren betrat man eine andere Welt, wenn man in einen Bioladen ging.“ Er ist froh, dass das Bewusstsein für Bio und Lebensqualität gewachsen ist und trägt gern seinen Teil dazu bei, die Schwelle für neue Interessierte weiter abzubauen. „Offenheit ist wichtig – ich freue mich für jeden, der dann doch statt zum Supermarkt hierher auf den Öko-Wochenmarkt kommt.“ Man kann gewiss sein, dass der Freizeitläufer den langen Atem für den Aufbau der grünen Zukunft mitbringt.