Die Demeter-Hofbäckerei Wittmaack erfüllt alle Kundenwünsche in Bioqualität: Vom herzhaften Vollkornbrot über kernige Brötchen, leckere Kuchen und Torten bis zur würzigen Gemüsepizza. Das Besondere: Alles ist 100 % weizenfrei und damit auch für Weizenallergiker ein ungetrübter Gaumenschmaus.

Andreas Wittmaack betreibt ein ganzheitliches Verständnis von Ökologie. Seine Rohstoffe, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Kamut, bezieht er von regionalen Biobauern, mit denen er eng zusammenarbeitet. „Mit meinen Partnern plane ich die jährlichen Abnahmemengen und das Getreide, das sie für mich anbauen, nehme ich auch immer vollständig ab“, erklärt er. Qualitätsschwankungen, die wetterbedingt immer auftreten, sind für ihn kein Hindernis. „Als Bäcker, die auf traditionelle Weise backen, wissen wir, wie wir mit Korn unterschiedlicher Qualität umzugehen haben.“ Das Korn wird in der Bäckerei direkt vermahlen, die langsam und schonend mahlenden Mühlen sind jeden Tag 10–12 Stunden in Betrieb. Dass sich dabei nicht die Spur von Weizen in die Mühlen verirrt, ist schon von Hofe ab garantiert: „Unsere Zulieferer bauen gar keinen Weizen an.“ Innerhalb von 24 Stunden nach dem Mahlen wird das Vollkornschrot verarbeitet, zu verschiedensten herzhaften Broten, Brötchen und süßen Vollkorngebäcken. Das Mehl für die Feinbackwaren in 1050er oder 1150er Demeter-Qualität wird aus dem direkt für den Betrieb angebauten Getreide zugeliefert. In Öfen mit umweltfreundlicher Thermo-Ölanlage, die eine gleichmäßige Backtemperatur gewährleisten, verwandeln sich die Teige ins knusprige Endprodukt.

Ökologie heisst für Andreas, die Gesundheit aller Beteiligten im Blick zu haben. Die Kunden erhalten Produkte höchster Qualität, mit allen wertvollen Inhaltsstoffen natürlich aufgewachsenen  Getreides. Die Natur wird geschont und unterstützt durch den sorgsamen, bodenbelebenden Anbau. Für die Mitarbeiter sorgt der Betriebsinhaber für angenehme Arbeitsbedingungen z. B. durch Maßnahmen zur Mehlstaubvermeidung. Beim Transport kommen nur gasbetriebene Lieferfahrzeuge zum Einsatz. Die Marktfahrzeuge fahren mit sparsamen Dieselmotoren – „hier gibt es bislang noch keine ökologischere Alternative“, erklärt Andreas. Pläne schmiedet er auch schon für die energetische Umrüstung des Betriebsgebäudes.

Den Betrieb hat der zielstrebige Bäckermeister 1998 zusammen mit seiner Frau gegründet. Von Anfang an produzierte er rein ökologische Backwaren. Die Finanzierung erwies sich anfangs als das größte Hindernis, der Überzeugungstäter ließ sich jedoch auch von skeptischen Bäckerkollegen nicht bange machen und überrundete sie bald mit seinen Verkaufszuwächsen. Heute beschäftigt er 16 Mitarbeiter in Produktion und Verkauf und beliefert nicht nur die Öko-Wochenmärkte, sondern auch  Hof- und Naturkostläden, Reformhäuser, Cafés, Kindergärten und Lieferdienste.

Auf Betriebsbesichtigungen zeigt Andreas gerne, wie er arbeitet. Schulen, Kindergärten, Vereine oder Betriebsgruppen lernen viel über den Weg vom Bio-Korn zum schmackhaften Backwerk. Besonders freut sich Andreas über den Zuspruch der Kinder. Eine Mutter rief ihn nach der Besichtigung an und fragte, was das für ein Brot sei, das ihr Kind da gegessen habe. Die Antwort überraschte sie: „Komisch, die Kinder essen sonst gar kein Vollkornbrot!“

Die Bäckerei auf Zukunftskurs ist für die Wittmaacks im besten Sinne Familienbetrieb: Andreas' Frau Birgit betreut im Betrieb eigene Bereiche wie Bestellwesen und Personalverwaltung, alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Der älteste Sohn wird auch aus Überzeugung Bäcker, er macht zur Zeit seine Ausbildung. Junge Menschen werden hier sowohl handwerklich als auch kaufmännisch ausgebildet. Das ökologische Erfolgsmodell wächst auf gutem Wege weiter.