Der kleine Gemüsebetrieb an der Nordseeküste nahe Husum ist ein Fleckchen Erde, auf dem die Inhaberin Natalie Trede ein umfassendes Verständnis von Ökologie lebt. Weit über die Haltung "Bio, weil's gesund ist" hinaus hat sie einen kleinen Betrieb von großer Vielfalt aufgebaut, der neben Gemüseanbau einen Streuobstgarten, ein paar Schafe, Pferde, Hühner, Hunde und Katzen beherbergt. Der Name "Amalur", auf baskisch "Mutter Erde", spiegelt ihr Hauptanliegen: Im Einklang mit sich selbst, der Natur und den Mitmenschen zu leben.

Nach der Ausbildung zur Gemüsegärtnerin  in der Gärtnerei Wulksfelde und ein paar Jahren Mitarbeit auf dem Bioland-Hof von Gunnar Söth verwirklichte Natalie Trede 2007 ihren Traum von einem Hof am Meer. Dort baut sie das Gemüse an, kümmert sich um die Tiere und fährt mit ihren Produkten auf die Märkte. Ihren kleinen Sohn, Odey, nahm sie anfangs mit  – "es war abenteuerlich", sinniert Natalie.

Inzwischen macht sie den Verkauf zusammen mit 2–3 Mitarbeiterinnen. Die zugekauften Waren kommen vorzugsweise von Bioland-Partnerbetrieben aus der Region, zu denen sie ein persönliches Verhältnis pflegt. Das wissen und schätzen die Kunden: "Habt ihr Willis Tomaten da?" fragen sie zum Beispiel, denn die sind besonders lecker. "Wir haben tolle Kunden", freut sich Natalie, und die wissen auch ihre authentische Haltung zu schätzen. In dieser undurchsichtigen Welt ist es mir wichtig den Kunden authentisch und ehrlich zu begegnen. Weil sie genau weiß, wie ihre Produkte erzeugt werden, sind auch Vorfälle wie EHEC für sie kein Problem.

Kraft und Inspiration für ihre Arbeit schöpft Natalie immer wieder durch ihre Reisen, die sie in den Süden, v. a. nach Mexiko führen, und eintauchen lassen in andere Kulturen und Mentalitäten. Nicht unterzugehen im Alltagstrott – sich immer wieder Zeit zur Besinnung zu nehmen, das Gespür für sich selbst und den Blick für das Ganze zu schärfen, ist für sie essenziell.

Und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Hofes zu entwickeln. Bereits jetzt wird Sonnenenergie für Warmwasser genutzt, dies soll weiter ausgebaut werden, ein Wunsch ist auch ein hofeigenes Windrad zur Stromerzeugung.

Wer den Platz kennenlernen und in seine Atmosphäre hineinschnuppern will, kann sich auf der Finca Amalur in eine der beiden gemütlichen und ökologisch ausgebauten Ferienwohnungen einmieten. Und dort nicht nur gesundes Gemüse essen, sondern mit Blick aufs Meer zu sich selbst kommen und spüren, was wirklich wichtig ist.