Der junge Familienbetrieb „Die Goldwaffel“ repräsentiert eine neue Generation von Unternehmern, die nicht nur umwelt- sondern auch lebens-bewusst sind. An ihrem Stand bekommt der Kunde neben himmlisch duftenden, frisch gebackenen Bio-Vollkornwaffeln eine Fülle von Köstlichkeiten geboten, die dazu einladen, das Leben zu genießen - getragen von einem Gesamtkonzept, das nichts weniger verheißt als: Ein rundum nachhaltiges, bewusstes und gutes Leben ist möglich.
Seit 2010 sind die Familienunternehmer Gwendolyn, Björn und Sven Bersch mit ihrer Geschäftsidee auf dem Markt – es zeigte sich, dass die Zeit reif war für ihre Initiative. Der liebevoll gestaltete Stand mit seinem hochwertigen Angebot, lädt dazu ein, zu verweilen, alle Sinne zu öffnen, zu plaudern – und über Themen zu sprechen, die einen bewegen. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Fukushima bekommen persönliche Fragen, wie „wie will ich leben und wovon?“ wieder eine politische Dimension. Und die Goldwaffel lebt hautnah vor, was machbar ist. Und das ohne Verzicht – im Gegenteil! Die präsentierten Genüsse verführen den Gast zum Schwelgen, mit dem Vorzug, dass sie auch allen anderen Beteiligten gut tun: Den Rohstoffproduzenten wie den Herstellern, der Gesundheit wie der Umwelt.
Die Genussanbieter aus Eppendorf verfolgen ein Mischkonzept: Für den Kunden produzieren sie süße und herzhafte Gourmetwaffeln und Kaffeespezialitäten, überwiegend in Bio-Qualität. An ihrem Marktstand verkaufen sie allerlei Köstlichkeiten auch von ihren Kooperationspartnern, vor allem von kleinen Hamburger Manufakturen. Geschäftsgrundlage sind Vertrauen und gemeinsame Werte bezüglich Qualität und Herstellungsprozess. Die Idee der Nachhaltigkeit und des menschlichen Umgangs miteinander ziehen sich jeweils durch die ganze Unternehmung, Bio und Fair Trade sind selbstverständlich. Zum Beispiel die Vinaigretten, Öle, Pestosorten und Aromasalze des kleinen Betriebs „Flaschenweise“ sind nicht nur kulinarisch, sondern auch visuell ein Hochgenuss. Von „Senf P.a.u.l.i.“, Hersteller von „Senfprodukten aus umweltbewusstem lokalem Idealismus“, finden wir eine bunte Palette scharfer Töpfchen, die den Genusslustigen auch mit ihren peppigen Namen erfreuen. Der himmlische Espresso der Kaffeerösterei „Elbgold“ entsprang einer persönlichen Leidenschaft zweier ausgesprochener Kaffeespezialisten, deren Experimentierergebnis auf der Jagd nach höchstem Genuss zum Kult avancierte. Mit regionalen Manufakturen hat die Goldwaffel sich zum von ihr gegründeten „Gourmetteam Hamburg“ zusammengeschlossen, das unter den Leitmotiven „engagiert – nachhaltig – wertvoll“ höchste und unverfälschte Qualität mit individuellen und handgemachten Produkten auf den Markt bringt.
Darüber hinaus offeriert die Goldwaffel ausgesucht leckere Kekse, besondere Sorten Nusskrokant der italienischen Biomanufaktur Aiello und erlesene Weine, sowie feine Tees, Sirupsorten und Gewürzblütenmischungen des österreichischen Biolabels Sonnentor.
Den einzigartigen Marktwagen mit Vollholzeinrichtung haben die Inhaber selbst entworfen und gebaut. Hier kommt der berufliche Hintergrund der Gründer als Industriedesigner und Innenarchitekten zum Tragen. Bei allen Materialien wurde auf höchste Qualität und Umweltverträglichkeit geachtet. Grüner Strom ist selbstverständlich und – wie kann es anders sein – auch das Gründungskapital stammt von einer grünen Bank. Die konsequente Verwirklichung nachhaltiger Überzeugung ist eine wesentliche Antriebsfeder der drei jungen Betriebsinhaber. „Wir möchten auf unserem Weg vermeintliche Zwänge nicht länger akzeptieren, die einen davon abhalten würden, etwas zu tun, was einem wirklich wichtig ist und können Sprüche wie „das ist viel zu aufwendig, das lohnt sich sowieso nicht“, nicht nachvollziehen“, erklärt Gwendolyn. „Es ist toll zu erleben, wie die Menschen sich für unser gelebtes Gesamtkonzept von Nachhaltigkeit begeistern - und entgegen einer häufig vertretenen Auffassung, ermöglicht dieser Ansatz den Aufbau eines wirtschaftlich funktionierenden Unternehmens.“
Der menschliche Faktor ist besonders wichtig für die Goldwaffel-Unternehmer und ihre Kooperationspartner. „Wir wollen uns dem Trend der Verrohung in der Wirtschaft entgegenstellen“, konstatiert die junge Mutter. Ihre eigene Firma basiert auf einem engen zehnjährigen Vertrauensverhältnis in der Zusammenarbeit, „das ist unbezahlbar“, betont die Unternehmerin. Auch die Kunden schätzen das menschliche Miteinander und die persönliche Ansprache. „Zu vielen Kunden haben wir einen Kontakt wie zu Freunden“, freut sich Gwendolyn. „Sie finden toll, wie wir unser Gesamtkonzept leben und nehmen Anteil an unserer Entwicklung. Das trug uns über manch steinigen Weg hinweg.“
Auch die eigene Begeisterung trägt die Jungunternehmer durch die Anstrengungen der Aufbauzeit. „Die Arbeitsbelastung ist enorm, ich bin ja noch teilweise in meinem alten Beruf als selbständige Innenarchitektin tätig“, berichtet Gwendolyn. Zukünftig will sie nur noch für eigene Projekte gestalterisch tätig sein. Und da haben die drei reichlich Ideen: Kulinarisch sind selbst hergestellte Back- und Zuckermischungen in Planung, auch wird der Vertrieb einer eigenen Premium-Trinkschokolade unter eigenem Label angestrebt. „Produkte zu kreieren, wo nur das drin ist, was reingehört“, gehört zu den Hauptambitionen der geradlinigen Unternehmer. Aber auch in Sachen Tischkultur und Accessoires liegen noch einige Visionen in der Schublade der Produktdesigner.
Einstweilen spinnen die neuen Entrepreneure an ihrem Beziehungsnetz, das für immer mehr Menschen tragfähige Bedingungen für ein bewusstes Leben ermöglichen soll. Etwa durch ihre Aktivitäten in dem jungen Zusammenschluss „Green Life – Verein zur Förderung einer nachhaltigen Lebensweise e.V.“. Auf Veranstaltungen, zu Vorträgen, beim Netzwerken bieten sie es zum Anbeißen: Ein gutes Lebensgefühl durch nachhaltiges Handeln.